#025 Vom Wissen zum Handeln: Du musst deine inneren Grenzen überwinden

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Die unsichtbare Barriere zwischen Wissen und Erfolg

Am 24. Januar war der Welttag der Bildung. Wie ich finde, ein perfekter Anlass, einen Blick auf eine leider sehr unbeachtete, aber entscheidende Herausforderung zu werfen: die sogenannte Wissen-Tun-Lücke. Diese Lücke ist der enorme Unterschied zwischen dem, was wir wissen, und dem, was wir täglich tun. Diese Diskrepanz ist nicht nur ein individuelles Phänomen, sondern auch ein gesellschaftliches, das uns in vielerlei Hinsicht hemmt.

 

Die Grundlagen der Wissen-Tun-Lücke

Die meisten von uns sind in einem Bildungssystem aufgewachsen, das den Fokus auf das Ansammeln von Informationen legt. In der Schule und später auch in der beruflichen Weiterbildung wurden wir vor allem danach bewertet, wie viel Wissen wir aufnehmen und wiedergeben konnten. Doch die Welt hat sich verändert. So viel Wissen ist jederzeit top aktuell im Internet abrufbar. In der heutigen Zeit ist deshalb nicht mehr entscheidend, wie viel wir wissen, sondern vielmehr was wir mit diesem Wissen tun.

Es gibt unzählige Menschen, die über beeindruckendes Wissen verfügen, aber nur wenige, die dieses Wissen in die Tat umsetzen. Tatsächlich haben die meisten Menschen schon alles, was sie brauchen, um ihre Leistungen zu verbessern und bessere Ergebnisse zu erzielen. Die Lücke zwischen Wissen und Tun ist also kein Problem mangelnder Informationen – es ist ein Problem, das tief in unserem Verstand verwurzelt ist.

 

Der Verstand und seine zwei Hälften

Unser Verstand lässt sich in zwei Bereiche unterteilen: das Bewusstsein und das Unterbewusstsein. Das Bewusstsein ist jener Teil, der über unsere Sinne mit der Welt in Verbindung steht. Wir sehen, hören, riechen, schmecken und tasten. All diese Sinne sammeln Informationen – und genau dazu wurden wir trainiert. Doch hier liegt eine der größten Herausforderungen: Dieses Training hat uns konditioniert, Informationen lediglich aufzunehmen, ohne den nächsten Schritt – das bewusste Handeln – zu gehen.

Das Unterbewusstsein hingegen ist der Teil des Verstandes, der für unser Handeln verantwortlich ist. Es ist der Speicher unserer Gewohnheiten, Denkmuster und Überzeugungen. Das Unterbewusstsein bringt nach außen, was tief in uns einprogrammiert ist – sei es positiv oder negativ. Es kontrolliert unser Verhalten, oft ohne, dass wir es bewusst wahrnehmen. Vielleicht kennst du das: Du tust Dinge, die du gar nicht tun willst, oder erzielst Ergebnisse, die du gar nicht erzielen wolltest – und dennoch wiederholst du diese Verhaltensweisen immer wieder. Du nimmst dir zwar vor, deine Ergebnisse zu verändern, bedenkst aber nicht, dass du deine Ergebnisse nicht verändern kannst. Du kannst nur dein Verhalten verändern, indem du beginnst dich deines Verhaltens und deiner Denkmuster bewusst zu werden und gezielt die dafür verantwortlichen Denkmuster und Gewohnheiten veränderst.

 

Die Macht der Gewohnheiten

Unsere Gewohnheiten sind es, die unser Leben bestimmen. Sie sind die unsichtbaren Architekten unseres Alltags und haben unsere Ergebnisse fest im Griff. Wenn wir verstehen, dass Wissen alleine nicht ausreicht, um Veränderungen herbeizuführen, dann wird klar, warum so viele von uns in alten Mustern gefangen bleiben. Es sind unsere Gewohnheiten und Denkmuster, die das Fundament unserer Handlungen bilden – und somit auch unserer Ergebnisse.

Doch es gibt Hoffnung. Wenn wir beginnen, die Mechanismen hinter unseren Gewohnheiten zu verstehen, können wir sie bewusst durchbrechen und neugestalten. Veränderung beginnt dort, wo wir die Programmierung unseres Unterbewusstseins erkennen und aktiv daran arbeiten, sie zu transformieren.

 

Die Brücke zwischen Wissen und Tun

Der Schlüssel zur Überwindung der Wissen-Tun-Lücke liegt darin, neues Wissen nicht nur im Bewusstsein zu speichern, sondern es gezielt ins Unterbewusstsein einzuprogrammieren. Erst wenn unser Unterbewusstsein von neuen Denkmustern und Gewohnheiten durchdrungen ist, wird sich unser Verhalten nachhaltig verändern. Und mit dieser Veränderung werden auch unsere Ergebnisse besser.

Diese Transformation ist keine leichte Aufgabe. Sie erfordert Ehrlichkeit, Selbstreflexion und den Willen, an sich selbst zu arbeiten. Doch die Belohnung ist es wert: ein Leben, das nicht mehr von alten Mustern und äußeren Einflüssen dominiert wird, sondern von bewussten Entscheidungen und positiven Gewohnheiten.

 

Die Rolle des Arbeitsplatzes

Auch am Arbeitsplatz spielt die Wissen-Tun-Lücke eine entscheidende Rolle. Viele Teams und Organisationen kämpfen mit der Diskrepanz zwischen Schulungen, Weiterbildungen und der tatsächlichen Umsetzung des Gelernten. Und dann bleibt neues Wissen Theorie, weil die Gewohnheiten und Strukturen innerhalb der Organisation und den beteiligten Menschen unverändert bleiben.

Wenn wir jedoch offen und ehrlich unsere eigene Programmierung anerkennen, können wir beginnen, sie zu verändern. Dies erfordert nicht nur individuelle Anstrengungen, sondern auch eine Unternehmenskultur, die Veränderung unterstützt und belohnt. Teams, die aktiv an ihren Denkmustern arbeiten und neue Verhaltensweisen implementieren, können ihre Ergebnisse erheblich verbessern.

 

Deine eigene Veränderung

Zum Abschluss möchte ich dir eine Frage stellen: Wie willst du die Welt verändern, wenn du nicht einmal dich selbst verändern kannst? Diese Frage mag herausfordernd sein, doch sie birgt eine wichtige Wahrheit. Veränderung beginnt immer bei dir selbst. Sie beginnt in deinem Geist, in deinen Denkmustern und in deinen Gewohnheiten.

Ich lade dich ein, diesen Prozess bewusst anzugehen. Wachse über dich hinaus und nutze die Kraft deines Geistes gezielt, um deine Vorhaben zu verwirklichen. Verstehe, dass echte Veränderung nicht von äußeren Faktoren abhängt, sondern von deiner Bereitschaft, dich selbst zu transformieren.

Lass uns gemeinsam die Wissen-Tun-Lücke schließen und die Welt zu einem besseren Ort machen – einen Schritt nach dem anderen. Es ist an der Zeit, dass du die Kontrolle übernimmst und die Ergebnisse erzielst, die du dir wünschst. Der erste Schritt beginnt aber in jedem Fall bei dir.

Erst wenn unser Unterbewusstsein von neuen Denkmustern und Gewohnheiten durchdrungen ist, wird sich unser Verhalten nachhaltig verändern.
Maria Prinz, MSc
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Dein umfangreiches Wissen situationsgerecht anwenden, das kannst auch du jetzt erlernen. Du musst nur den ersten Schritt machen und die bei mir melden: