#010 Lektionen des Lebens
20. Oktober 2023
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Geschichten inspirieren und helfen durch Emotionen
Du bist in eine informelle Vollzeitschule eingeschrieben – sie heißt Leben. An jedem Tag wirst du in dieser Schule die Gelegenheit haben, Lektionen zu lernen. Vielleicht magst du die Lektionen oder auch nicht. Es gibt keine Fehler, nur Lektionen. Eine Lektion wird so lange wiederholt, bis sie erlernt wurde. Eine Lektion wird dir in verschiedenen Formen präsentiert, solange, bis du sie gelernt hast. Wenn du sie schließlich erlernt hast, kannst du zur nächsten Lektion weitergehen. Das Erlernen von Lektionen hört nicht auf. Es gibt keinen Teil des Lebens, der keine Lektionen enthält. Solange du lebst, gibt es Lektionen zu erlernen. Es gibt keinen besseren Ort als das „Hier“. Wenn dein „Dort“ zum „Hier“ geworden ist, wird ein anderes „Dort“ erscheinen, das besser als das „Hier“ erscheint. Was du aus deinem Leben machst, liegt an dir. Du hast alle Werkzeuge und Ressourcen, die du brauchst. Wie du sie benutzt, liegt an dir. Du hast die Wahl. Die Antworten liegen in dir selbst. Alles was du tun musst ist: hinsehen, hinhören und vertrauen.
Diese Worte sind von einem unbekannten Autor aber zeitlos richtig und relevant, weshalb ich sie hier mit dir teile.
Ich habe schon viele Lektionen in meinem Leben gelernt. Nicht selten habe ich mir dabei sogar gedacht, „die hätte ich jetzt nicht gebraucht“, aber trotz allem oder gerade deswegen, war jede Lektion lehrreich für mich.
Lange Zeit habe ich mir gesagt, „wer bin ich schon, dass jemand sich für meine Lektionen interessiert“ und immer öfter festgestellt, dass meine Lektionen für andere durchaus hilfreich sind.
Bei meiner Ausbildung zum Thinking Into Results Consultant habe ich in erster Linie mich selbst und meine Denkmuster, meine Glaubenssätze, meine Paradigmen kennengelernt. Woher diese Denkmuster kommen und was sie bei mir bewirken. Ich lernte das „Geheime Genie“ kennen und wie man bei Menschen anhand ihrer Ergebnisse ihre verinnerlichten Glaubenssätze ablesen kann.
Muss man wirklich selbst auf eine heiße Herdplatte greifen, um zu verstehen, was es bedeutet, dass die Herdplatte heiß ist?
Was braucht es, damit Menschen von den Lektionen anderer lernen? Was sind Lektionen? Was sagst du dazu, wenn Lektionen einfach nur Geschichten sind? Geschichten, die das Leben schreibt? Geschichten, die dein Leben schreibt? Geschichten von denen du und ich lernen können?
Damit andere von deinen Geschichten oder von meinen Geschichten lernen können braucht es aber etwas ganz Wichtiges: wir müssen unsere Geschichten teilen, wir müssen sie erzählen.
Und genau das mache ich seit bald zwei Jahren: Ich erzähle meine Geschichten. Was ich anfangs nur im Freundeskreis gemacht habe, ist mir jetzt zur Berufung geworden. Es geht so weit, dass ich sogar jede Gelegenheit nutze, meine Lektionen, meine Geschichten zu teilen.
Wenn du jemandem helfen möchtest, seine Handlungen zu verändern, musst du ihm zuerst helfen zu verstehen, warum er etwas so macht, wie er es macht.
Dabei helfen Geschichten. Mit Geschichten aus dem Alltag habe ich die einmalige Gelegenheit, auf die Situation des Zuhörers oder Lesers aufmerksam zu machen, ohne ihn bzw. sie direkt anzusprechen oder gar bloßzustellen. Die Zuhörerin oder Leserin hat auf ganz unkomplizierte Art und Weise die Möglichkeit Parallelen zu sich selbst herzustellen. Und genau das macht es aus.
Es sind die Emotionen, die eine Geschichte vermittelt, die uns berühren und zum Nachdenken anregen. Diese Emotionen machen es erst möglich, dass sich eine neue Perspektive auftut und dadurch Veränderung denkbar ist.
Das ist das Geheimnis, das in unseren Geschichten steckt.
Es gibt wohl kaum jemanden, der Geschichten nicht liebt. Mit einem Impulsvortrag oder einem Buch hat man die wunderbare Gelegenheit, Menschen in einem entspannten Zustand zu erreichen.
Und so darf ich heute auch dich auf eine Reise mitnehmen und auszugsweise aus meinem Buchbeitrag „Mutig und begeisternd Neues wagen! So wird Zukunft gelingen!“ aus dem neuen Gabal Impulse Sammelband „Zukunftssicherung“ vorlesen:
… Im Abschlusszeugnis unseres Zweitgeborenen stehen nur „Einsen“, und wenn er mir von seinem Büroalltag erzählt, dann ist er der Meinung, dass er doch eigentlich außer ein paar Klicks den ganzen Tag nichts getan hat. Genau so soll es letztendlich sein. Unsere Gesellschaft aber ist geprägt von der Annahme, dass Arbeit hart und unangenehm sein muss, wohingegen Freizeit Spaß und Erholung bedeutet. Wer allerdings heute und in Zukunft am Arbeitsmarkt erfolgreich sein will, muss dringend umdenken. Wir alle wollen tätig sein und Arbeit per se ist nicht schlecht, es ist einzig und allein unsere Einstellung dazu. Arbeit darf uns leicht von der Hand gehen und muss sogar Spaß machen, denn dann sind wir ganz unweigerlich auch innovativ, kreativ, effizient usw.
Durch meinen Zweitgeborenen durfte auch ich lernen, wie wertvoll tatsächlich eine Lehre ist. Als er die Schule abgebrochen hatte, meinten wir als Eltern: „Dann musst du aber eine Lehre machen“, und ein negativer Unterton schwang beim Wort „Lehre“ mit. Sobald wir erzählten, welche Ausbildung unsere Söhne machten, war diese Reaktion vorprogrammiert: "Ja, irgendwer muss halt auch eine Lehre machen“, und auch hier war ein gewisser Unterton dabei. Mein Sohn aber kam nach der ersten Berufsschulwoche nach Hause und meinte: „Mama, zum ersten Mal habe ich in der Schule etwas gelernt, was man wirklich brauchen kann!“ …
… Die österreichische Wirtschaft setzt sehr auf die Lehre und kämpft dabei gegen Denkmuster wie „Die Lehre ist etwas für Schulabbrecher“ oder „Mit der Lehre kann man nie viel Geld verdienen“ an. Wir bewegen uns nur langsam, und unsere Aktionen, Kinder und Jugendliche für die Lehre zu begeistern, sind durchaus sinnvoll, aber leider noch immer wenig effektiv, wenn das Umfeld nicht einbezogen wird. Solange sich an den althergebrachten Denkmustern und Vorurteilen in der Gesellschaft nichts ändert, wird sich auch der gewünschte Zustrom in die Lehrstellen in Grenzen halten. Jugendliche werden sich weiterhin ihren Eltern zuliebe durch Gymnasium, berufsbildende höhere Schulen und Studium quälen, was unweigerlich bedeutet, dass sie keinesfalls mutig neue Wege gehen. …
Und schon befinden wir uns gedanklich in meinem Lieblingsthema: Paradigmen bzw. Denkmuster oder wie ich sie gerne nenne – Vorurteile – und wie sie unser Leben beeinflussen.
Weißt du, dass ein Paradigma eine Vielzahl an Gewohnheiten ist? Eine Gewohnheit ist ein Gedanke, der im Unterbewusstsein eines Menschen gespeichert ist und durch den er etwas tut, ohne bewusst darüber nachzudenken. Ein Paradigma verursacht unser gewohnheitsmäßiges Verhalten. Paradigma ist ein Begriff, der verwendet wird, um die Menge an Informationen zu bezeichnen, die in das Unterbewusstsein eines Menschen „einprogrammiert“ sind – genetisch zum Zeitpunkt der Empfängnis und dann, nach der Geburt, durch das Umfeld. Diese Informationen oder das Paradigma, kommen dann in Verhaltensweisen zum Ausdruck und produzieren die Ergebnisse im Leben der jeweiligen Person.
Alles klar? Ist ja durchaus logisch und doch ganz verständlich erklärt, denn es ginge definitiv noch wissenschaftlicher. Wenn ich dich morgen frage, kannst du mir diese Erklärung dann sofort wiedergeben? Oder ist es leichter, meine Geschichte wiederzuerzählen?
Denn im Prinzip erzähle ich in meiner Geschichte von einem Denkmuster und welche Auswirkungen es auf unser Leben und unsere Gesellschaft hat.
Entscheidend ist nicht, dass du mir erklären kannst, was ein Paradigma bzw. Denkmuster ist. Entscheidend ist, dass du weißt, dass es dich beeinflusst und dass du die Möglichkeit hast etwas dagegen zu tun.
Und dabei helfen uns Geschichten! Geschichten in Büchern zum immer wieder lesen...
Unsere heutige Gesellschaft möchte immer noch mehr Wissen, noch mehr Statistiken, noch mehr Strategien. Wir sind so kopflastig, so zahlengetrieben und wundern uns, wieso unsere Arbeitsplätze nicht menschlicher werden.
Der Schlüssel zu menschlicheren Arbeitsplätzen liegt in der Optimierung deiner Denkmuster und nicht in noch mehr Wissen und Führungsstrategien. Denk‘ mal darüber nach und lass dich doch zur Abwechslung mal von Geschichten inspirieren...
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“Es gibt wohl kaum jemanden, der Geschichten nicht liebt. Mit einem Buch hat man die wunderbare Gelegenheit, Menschen in einem entspannten Zustand zu erreichen und zu inspirieren.”

Emotion - Das ist das Geheimnis, das in unseren Geschichten steckt. Es sind die Emotionen, die eine Veränderung in unserem Leben bewirken und die wir mit Buchbeiträgen bewusst transportieren können.