#041 Brüllen wie ein Bär - Warum Perspektive unser Leben verändert
26. Mai 2026
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Wenn aus einer persönlichen Geschichte eine Bewegung wird
Ende April durfte ich zwei besondere Veranstaltungen in Linz und Puchenau moderieren. Im Mittelpunkt stand das Herzensprojekt „Brüllen wie ein Bär“ von Julia Katharina Loy – ein Mutmachbuch für chronisch und schwerkranke Kinder sowie deren Familien. Gleichzeitig wurde eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, mit der das Buch finanziert werden soll, und mit der #YChallenge2026 entstand eine Initiative, die unsichtbaren Erkrankungen weltweit mehr Sichtbarkeit geben wird.
Für mich waren diese beiden Abende aus mehreren Gründen besonders. Einerseits, weil ich die Veranstaltungen moderieren durfte. Andererseits aber vor allem deshalb, weil ich Julia in den vergangenen Monaten als Mentorin begleiten durfte und nun sichtbar geworden ist, was aus diesem Weg entstanden ist.
Und genau das ist in meiner Arbeit eher die Ausnahme.
Normalerweise begleite ich Menschen im Stillen. Niemand bekommt mit, welche inneren Prozesse stattfinden, welche Gedanken sich verändern, welche Entscheidungen plötzlich möglich werden und welche Entwicklungen dadurch entstehen. Üblicherweise führen danach meine Mentees ein klareres, gesünderes und erfüllteres Leben, ohne dass jemals öffentlich sichtbar wird, welchen Weg sie innerlich gegangen sind.
Bei Julia ist das anders. Hier durfte plötzlich sichtbar werden, was möglich wird, wenn ein Mensch beginnt, seine Gedanken ernst zu nehmen und daraus konkrete Schritte entstehen lässt.
Dabei begann alles ganz unspektakulär.
Als wir zu arbeiten begonnen haben, ging es nicht um ein Buch, nicht um Veranstaltungen und nicht um eine Bewegung. Es ging um den Wunsch, wieder arbeiten zu gehen. Es ging um die Frage, wie trotz gesundheitlicher Herausforderungen wieder mehr Sinn, Klarheit und Perspektive ins eigene Leben kommen können. Und es ging um einen ganz besonderen Wunsch: Julia wollte für ihre Tochter ein Vorbild sein. Sie wollte zeigen, dass man trotz Krankheit gestalten, arbeiten und etwas bewegen kann.
Genau das hat mich von Anfang an berührt.
Denn darin steckt etwas, das viele Menschen kennen. Der Wunsch, trotz schwieriger Umstände nicht stehen zu bleiben. Der Wunsch, dem eigenen Leben wieder Richtung zu geben. Der Wunsch, nicht nur zu funktionieren, sondern bewusst zu gestalten.
Und genau dort beginnt meine Arbeit als Mentorin.
Nicht bei fertigen Lösungen, sondern bei dem Punkt, an dem Menschen spüren, dass da mehr möglich ist, auch wenn sie noch nicht wissen, wie.
Denn alles beginnt mit einem Gedanken und der Sehnsucht, ihn Wirklichkeit werden zu lassen. Die meisten Geschichten bleiben genau an diesem Punkt stehen. Nicht, weil Menschen unfähig wären, sondern weil ihnen Klarheit fehlt. Weil Zweifel stärker sind als Möglichkeiten. Weil sie nur eine einzige Perspektive sehen und dadurch glauben, dass ihr Leben genau so bleiben muss.
Deshalb ist Perspektive eines der wichtigsten Themen in meinem Mentoring. Denn unser Denken entscheidet darüber, welche Bedeutung wir Situationen geben. Und genau dadurch verändert sich auch unser gesamtes Leben. Gerade bei Julia wurde das besonders sichtbar.
Nach außen sehen heute viele eine starke Frau, ein berührendes Projekt, ein Mutmachbuch und eine Bewegung, die vielen Menschen Hoffnung gibt. Was kaum jemand sieht, sind die Gedanken und Gefühle dahinter. Die Schuldgefühle. Die Zweifel. Die Frage, ob es richtig war, sich trotz eigener Erkrankung für ein Kind zu entscheiden.
Julia selbst nennt ihre Erkrankung „eine Laune der Natur“, weil sie ihr nicht vererbt wurde. Und trotzdem blieb lange das Gefühl, ihrer Tochter etwas mitgegeben zu haben, das schwer ist. Und genau dort zeigt sich, wie entscheidend Perspektive ist. Denn ja, Julia und ihre Tochter leben mit einer schweren gesundheitlichen Herausforderung. Gleichzeitig hat Alma aber etwas unglaublich Wertvolles: eine Mutter, die genau versteht, wie es ihr geht. Eine Mutter, die aus eigener Erfahrung weiß, wie sich Krankenhausaufenthalte anfühlen, wie belastend tägliche Spritzen und Medikamente sein können und wie viel Kraft es braucht, mit all dem umzugehen.
Genau deshalb kann Julia ihrer Tochter auch dort eine Stimme geben, wo andere meist nur medizinische Fakten sehen. Sie spürt schneller als andere, was Alma gerade braucht, wie es ihr wirklich geht und was ihr hilft.
Was aus einer Perspektive wie eine Belastung aussieht, wird aus einer anderen plötzlich zu einer außergewöhnlichen Fähigkeit. Und genau dadurch konnte etwas entstehen, das es ohne Julia niemals geben würde. Das Mutmachbuch „Brüllen wie ein Bär“. Ein Buch, das nicht aus Theorie entstanden ist, sondern aus echter Erfahrung, aus Liebe und aus dem Wunsch heraus, anderen Kindern und Eltern Kraft zu geben.
Plötzlich verändert sich die Perspektive vollständig. Nicht Schuld steht im Mittelpunkt, sondern Verständnis, Begleitung, Liebe und die Fähigkeit, aus einer Herausforderung etwas entstehen zu lassen, das anderen Hoffnung gibt.
Genau das wurde auch bei den beiden Veranstaltungen spürbar. Zu Beginn stand Julia gemeinsam mit ihrem Mann Christoph und deren langjährigem Freund Mario auf der Bühne. Drei Menschen. Drei Perspektiven. Und trotzdem dieselbe Situation. Julia als Betroffene. Christoph als Ehemann und Vater von zwei Betroffenen. Mario als jemand, der die Situation von außen wahrnimmt. Die Herausforderung bleibt dieselbe. Die Perspektive verändert alles.
Und genau deshalb ist es so wichtig, sich bewusst zu machen, dass Menschen Situationen unterschiedlich erleben und unterschiedlich darauf reagieren. Unser Leben wird nicht nur durch das geprägt, was passiert, sondern vor allem durch die Bedeutung, die wir den Dingen geben.
Ein weiteres berührendes Gespräch durfte ich mit Julia Linzner führen, die sich im Rahmen ihrer Masterarbeit mit primären Immundefekten beschäftigte. Warum? Nicht einfach nur weil es ein interessantes wissenschaftliches Thema ist, sondern weil sie Julia Loy seit ihrer Kindheit kennt und ihre Geschichte sie persönlich berührt.
Auch das zeigt etwas unglaublich Menschliches. Wir fühlen mit Menschen mit. Wirklich aktiv werden wir aber leider erst dann, wenn eine emotionale Verbindung entsteht. Wenn plötzlich ein Gesicht sichtbar wird. Eine Geschichte. Ein Mensch. Und genau dadurch bekommen viele andere ebenfalls eine Stimme. Menschen, die meist im Stillen leben. Mit Herausforderungen, die nach außen kaum sichtbar sind.
Auch das ist ein zentraler Teil meines Mentorings. Menschen wieder mit dem zu verbinden, was sie innerlich wirklich bewegt. Denn genau dort entstehen Energie, Motivation, Klarheit und letztendlich auch Wirkung.
Besonders beeindruckend war für mich auch das Gespräch mit Bürgermeister Fritz Geyrhofer. Durch seine langjährige Tätigkeit im Gesundheitswesen weiß er, wie viele Menschen mit Einschränkungen leben, die nach außen nicht sichtbar sind. Genau deshalb unterstützt er dieses Projekt. Denn echte Veränderung beginnt immer dort, wo Menschen bereit sind hinzusehen. Nicht nur auf Systeme, Zahlen und Zuständigkeiten, sondern auf Menschen.
Und genau das war an diesen beiden Abenden spürbar. Es ging nie nur um Krankheit. Es ging um Menschlichkeit. Um Perspektive. Um Mut. Und um die Frage, was möglich wird, wenn Menschen beginnen, ihre Gedanken ernst zu nehmen.
Heute gibt es nicht nur ein Buchprojekt. Nicht nur zwei erfolgreiche Veranstaltungen. Nicht nur eine Crowdfunding-Kampagne. Heute gibt es eine Bewegung. Mit der #YChallenge2026 wurde ein Zeichen geschaffen, das Menschen verbindet und unsichtbare Erkrankungen sichtbar machen soll.
Und genau das ist für mich ein wunderschönes Beispiel dafür, was entstehen kann, wenn Menschen beginnen, ihre eigene Geschichte nicht länger zu verstecken. Denn die meisten Geschichten bleiben im Stillen. Nicht, weil sie unwichtig wären, sondern weil Menschen sich nicht trauen, sichtbar zu werden. Weil Zweifel stärker sind als Vertrauen. Weil sie Angst haben, bewertet zu werden oder zu scheitern. Und genau deshalb braucht es manchmal jemanden an der Seite, der hilft, neue Perspektiven zu erkennen und Gedanken bewusst auszurichten.
Genau das ist meine Arbeit. Ich begleite Menschen dabei, innere Klarheit zu entwickeln, ihre Denk- und Verhaltensmuster bewusster wahrzunehmen und Schritt für Schritt ihren eigenen Weg zu gehen. Nicht nur beruflich, sondern in allen Lebensbereichen. Denn unser Denken beeinflusst alles: unsere Gesundheit, unsere Beziehungen, unsere Entscheidungen und letztendlich unser gesamtes Leben.
Das Projekt „Brüllen wie ein Bär“ ist dafür ein wunderschönes Beispiel.
Aus einem Gedanken wurde eine Idee. Aus einer Idee wurde Klarheit. Aus Klarheit entstand Bewegung. Und aus dieser Bewegung entsteht heute etwas, das vielen Menschen Hoffnung gibt.
Und vielleicht nimmst du aus dieser Geschichte noch etwas ganz anderes mit: Dass auch in deinem Leben mehr möglich sein könnte, als du aktuell glaubst. Denn alles beginnt mit einem Gedanken. Und mit der Entscheidung, ihn nicht länger zur Seite zu schieben.
Wenn du spürst, dass du dir mehr Klarheit, innere Stabilität und neue Perspektiven wünschst, dann begleite ich dich gerne auf diesem Weg. Melde dich gerne jederzeit bei mir – per E-Mail oder telefonisch. 👉 office@maria-prinz.com oder +43 699 12312303
Ich nehme mir Zeit für dein Anliegen und wir schauen gemeinsam, was für dich der nächste stimmige Schritt sein kann.
“Deshalb ist Perspektive eines der wichtigsten Themen in meinem Mentoring. Denn unser Denken entscheidet darüber, welche Bedeutung wir Situationen geben. Und genau dadurch verändert sich auch unser gesamtes Leben.”
Die eigentliche Veränderung beginnt dort, wo du dein Denken bewusst steuerst. Wenn du diesen Schritt gehen willst, begleite ich dich dabei.